Montag, 7. Oktober 2013

Dies sollte ein glückstrunkener Urlaubspost sein.

Ihr erinnert euch, mir blühte wundervolles: 10 Tage Frankreich. Höhlen besuchen. Gutes Essen genießen. Lange Wanderungen machen. Entzückende kleine Städte entdecken.
So weit die Planung. Jetzt zur Umsetzung.

Das Wetter war uns gnädig und wir konnten dem anbrechenden Herbst für ein paar weitere Sommertage entkommen. Wir genossen den kleinen Ort, die überall wildwachsenden (!!!) Feigen
-noch nie in meinem Leben habe ich soo viele Feigen gegessen g.ö.t.t.l.i.c.h.-
und erste kleine Ausflüge. Und dann kam der dritte Urlaubstag und mit ihm dieses Bild.


Kyra auf der Pont Valentré in Cahors.
Damit ist quasi ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen, denn Cahors liegt am Jakobsweg und die Pilger laufen auf ihrem Weg über ebendiese Brücke. Und da ich ganz Pilgervernarrt bin, musste ich da natürlich hin.
Was also mache ich zu einem so denkwürdigen Augenblick mit einem Handy in der Hand??
Tjaha!
 Ich stelle gerade fest, dass ich am kommenden Montag -Urlaubstag 6- ein Bewerbungsgespräch habe.

Verschieben? Unmöglich. Bewerbungsgespräch via Skype wird mir angeboten - gute Idee, nur haben wir nirgendwo die Möglichkeit, in Ruhe zu skypen, geschweige denn, selbst ein Laptop dabei.

Da stehe ich also auf der Pont Valentré, kann mein Glück noch gar nicht fassen, dass ich endlich wieder in Frankreich bin, einen Mirko-Einblick in den Weg nach Compostella erhalte und erfahre mal eben locker nebenbei, dass ich eigentlich meinen Koffer gar nicht erst hätte auspacken müssen und ich mich übermorgen schon wieder auf eine Mörderrückfahrt per Auto freuen darf. Suuuper.

Nach der ersten Freude darüber, dass ich eingeladen wurde (nebenbei: die betreffende Stelle ist eine Traumstelle), war ordentlich Druck auf dem Tränenkanal.
Ich hatte noch KEINE EINZIGE Höhlenbemalung gesehen, es gab noch soo viel zu entdecken und die ganzen tollen Feigen, die ich noch essen wollte und überhaupt - Menno!

Im Eiltempo besuchten wir also an Tag 4 einige Höhlen und erklärten unseren wundervollen Gastgebern, dass sich unser Aufenthalt bei ihnen signifikant verkürzen würde.
Wenige Stunden später passierten wir die deutsche Grenze und damit war der Urlaub offiziell beendet.

Montag fuhr ich also zum Urlaubsabbruch-Gespräch und sitze seither auf glühenden Kohlen, was mich so sehr in Anspruch genommen hat, dass ich keinen klaren Gedanken für einen Post fassen konnte.
Heute, eine Woche später, habe ich mich weitgehend an das erhöhte Stresslevel gewöhnt.

Selten einen so erholsamen Urlaub gehabt.

1 Kommentar:

  1. OMG! Kyra, Kyra.. das gibts ja wohl gar nicht. Freud und Leid (wegen den Feigen!) so dicht beieinander und dann so ein Stress im Urlaub.. Du meine Güte, ich bin ja schon vom Lesen ganz mitgenommen und so unglaublich gespannt, ob das mit der Traumstelle klappt!!? Ich drück Dir alle Daumen!! :)

    liebste Grüße
    Anne

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